Panasonic Lumix FZ1000

 

Ende 2015 habe ich mich entschieden eine "vernünftige" Foto-Kamera zu kaufen. Ausschlaggebend dafür war, dass ich mit der Bildqualität von Handyfotos und Kompaktkameras (vor allem bei wenig Licht und den Details beim anschließenden Vergrößern) nicht mehr zufrieden war.

 

Mit Fotografie hatte ich mich nie wirklich beschäftigt. Das änderte sich nun, da ich die technischen Daten der verschiedenen Kameras verstehen wollte, um sie miteinander zu vergleichen.

 

Aber welche Kamera kaufe ich mir???

Ich hatte mich entschieden, nicht mehrere Objektive mit rumschleppen zu wollen. Daher war dann die Frage: DSLR mit großem, schweren Reisezoom-Objektiv oder eine Bridgekamera mit festverbautem Objektiv?!?

 

Nach langer Recherche und dem Studieren vieler Vergleichtests, hatte sich dann eine Bridgekamera herauskristallisiert.

Diese sollte aber trotzdem einen (digitalen) Sucher haben und nicht nur ein Display. Das Display wiederum sollte dreh- oder zumindest schwenkbar sein. Blitzschuh und Filtergewinde waren ebenso auf meiner must-have-Liste.

 

Letztendlich hatte ich mich für die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 entschieden.

 

Hier kurz ein paar technische Daten der Kamera:

  • Leica-Objektiv
  • 1" MOS-Sensor (13,2mm x 8,8mm)
  • 20,1 Megapixel (5472 x 3648 Pixel im 3:2 Format)
  • Mehrstufen-Irisblende
    • Standbild: F2,8 - 8,0 (W), F4,0 - 8,0 (T)
    • Video: F2,8 - 11,0 (W), F4,0 - 11,0 (T)
  • Brennweite: f = 9,1 - 146mm bzw. 25 - 400mm KB äquivalent bei 3:2
    • somit 16x optischer Zoom
  • Videoaufnahme: 4K (3840 x 2160 Pixel) 25p oder Full-HD-Video (1920 x 1080 Pixel) 50p
  • Serienbilder: bis zu 50 Bilder/Sek. mit elektronischem Verschluss, 12 Bilder/Sek. mit mechanischem Auslöser

 

Das gefällt mir an der FZ1000:

  • sehr guter, schneller Autofokus
  • leicht und relativ kompakt
  • Liveview - Vorschau von Einstellungsänderungen im Display und Sucher
  • sehr gute Fokus-Auswahlmöglichkeit
  • Makrofähigkeit
  • optischer Bildstabilisator
  • Motorzoom, somit Einhand-Bedienung möglich
  • großer Brennweitenbereich
  • Bedienbarkeit, viele Direkttasten bzw. Wahlschalter z. B. für AF/MF und Serienbilder/Selbstauslöser/Belichtungsreihe
  • Griffigkeit des Gehäuses
  • Preis-Leistungsverhältnis

 

Das sind "meine" Nachteile der FZ1000:

  • kein Touchdisplay
  • Stativgewinde nicht in der optischen Achse
  • Stativplatte verdeckt das Akku-Fach, so dass man Akku und SD-Karte nicht mehr entnehmen kann, ohne die Platte zu demontieren.
  • Motorzoom, langsamer und nicht so gut kontrollierbar wie an gewöhnlichen Wechselobjektiven
  • Gehäuseabdichtung, weder staub- noch spritzwassergeschützt
  • Bildrauschen bei LowLight-Aufnahmen, bedingt durch den kleinen Bildsensor. (Ich habe den ISO-Wert immer auf 800 oder max. 1600 begrenzt)

 

 

Viele der Nachteile wurden beim Nachfolgemodell FZ2000 behoben! Hier kurz die wichtigsten Änderungen/Verbesserungen:

  • Touchdisplay
  • Stativgewinde mittig
  • SD-Karten-Einschub separat/seitlich
  • 3-stufiger ND-Filter hardwaremäßig integriert (1/4, 1/16 und 1/64)
  • 20x optischer Zoom (24-480mm)
  • höher auflösender Sucher
  • noch mehr Videofeatures (u.a. einstellbare Zoomgeschwindigkeit)
  • Post-Fokus und Fokus-Stacking
  • noch mehr Funktionstasten und ein zusätzliches Einstellrad

 

Abschließend lässt sich sagen, dass die FZ1000 eine sehr gute Allround-Kamera ist, die für mich als Einsteiger genau das Richtige war. Nur schade, dass damals die FZ2000 noch nicht auf dem Markt war ...

 

Christopher Nebel Fotografie